Die Ernährung von Hündin und Welpen
Die Ernährung von Hündin und Welpen
Bei diesem Thema gibt es immer viele Diskussionen und große Unsicherheiten, wie denn nun eine Hündin tatsächlich optimal durch eine gesunde Fütterung unterstützt werden kann.
Die zunächst beste Grundlage ist ein optimales Gewicht der Hündin selbst, sie sollte weder zu dünn noch zu dick sein. Ein Übergewicht der Hündin kann zu kleineren Würfen oder auch zu Komplikationen während der Geburt führen, untergewichtige Hündin bilden meist zu wenig Eier mit entsprechendem Eisprung, die Welpenbildung ist unbefriedigend und die Strapazen der Geburt überfordern oftmals solche schwächeren Tiere. Sollte ein solches Untergewicht stoffwechselbedingt sein, wird sich der verantwortungsvolle Züchter von einer solchen Zucht distanzieren, denn nur gesunde Tiere können das beste Erbmaterial für ein gesundes und langes Leben an die Nachfahren weitergeben.
Während der Läufigkeit muss das Futter normalerweise nicht verändert werden- vorausgesetzt, die Ernährung ist ausgewogen und enthält alle Nährstoffe in bedarfsdeckender Weise. Das schließt sowohl die Mineralien als auch die Vitamine ein. So kann z.B. ein Mangel an Vitamin A sogar dahin führen, dass die Hündin gar nicht erst trächtig wird. Aber auch ein Energiemangel in der Nahrung kann, wenn der Körper der Hündin auf die eigenen Energiereserven zurückgreifen muss, zu einem minderen Erfolg führen.
Das Mutter werden ist eine große Veränderung im Leben einer Hündin und stellt eine große Leistung dar. Dennoch wird man in den ersten 4 Wochen der Trächtigkeit keine wesentlich größeren Futtermengen darreichen müssen. Das Wachstum der Föten ist in diesem Stadium noch eher gering und eine zu starke Erhöhung der Futtermenge wird zu diesem Zeitpunkt eher zu einem Fettansatz bei der Hündin führen. Auch in dieser Phase gilt es also sowohl ausreichend Energie, als auch bedarfsdeckend Vitamine und Mineralien für die Hündin bereitzustellen. Ist das gewährleistet, wird man kein Absterben der Föten befürchten müssen und der Körper der Hündin wird die hormonellen Umstellungen und den Beginn der Trächtigkeit mühelos vertragen.
Ab der fünften Trächtigkeitswoche, wenn die Welpen etwa 10% ihrer Körpergröße erreicht haben, beginnt sich der Ernährungsbedarf der Hündin zu ändern. Der Körper bildet jetzt Fettreserven um später die Welpen mit ausreichender Milch versorgen zu können. Der Energiebedarf der Hündin beginnt jetzt den Erhaltungsbedarf zu übersteigen und die Hündin wird nun beginnen, größere Mengen an Futter zu sich zu nehmen, ihre Fresslust ist gesteigert. Mit einem durchschnittlichen Futter wird die Hündin sehr große Mengen aufnehmen müssen, um dem wachsenden Nährstoffbedarf gerecht zu werden, spätestens ab diesem Zeitpunkt empfiehlt es sich, eine spezielle für trächtige Hündinnen entwickelte Fertignahrung zu füttern. Im Verlauf der 5.- 8. Woche wird die Futtermenge um etwa ein Drittel ansteigen. Bereits in dieser Phase kann der Züchter auf die Gleichmäßigkeit des Wurfes in Bezug auf Größe und Gewicht der Welpen Einfluss nehmen, in dem er dem gestiegenen Energiebedarf der Hündin Rechnung trägt. Aber nicht nur die Energiemenge, auch die Hochwertigkeit des enthaltenen Eiweißes kommt eine entscheidende Rolle zu. Der Eiweißbedarf der Hündin steigt in dieser Zeit fast auf das Doppelte an. Ein zu geringer Eiweißgehalt des Futters würde zu mickerigen Welpen führen. Eiweiß bedeutet auch Aminosäuren, und die benötigt der Körper zum Aufbau gesunden Gewebes.
Auch die Mineralien sollte in einer dem Bedarf der werdenden Mutter angepassten Menge gefüttert werden. Kalzium und Phosphor sind die elementaren Bausteine für ein gesundes Knochengerüst der Welpen, so steigt der Kalziumbedarf der Hündin während der Trächtigkeit ebenfalls bis auf nahezu der doppelten Menge des Erhaltungsbedarfes an. Genau so wichtig ist Eisen. Zu Fett-, zuckerhaltige- und milchhaltige Bestandteile oder auch eine einseitige Ernährung hat eine Unterversorgung mit Eisen zur Folge. Eine Unterversorgung kann zu einer Blutarmut, einem vergrößerten Herzen und einer gestiegenen Infektanfälligkeit führen, andererseits kann aber auch eine massive Überdosierung von Eisen die Hündin möglicherweise töten. Diese Ernährungsbedingten Hürden kann man aber mit einem entsprechenden Spezialfutter spielend meistern, denn Kalzium, Phosphor und Eisen die dem speziellen Bedarf trächtiger Hündinnen angepasst. Auch die, für Hündinnen besonders wichtigen Vitamine A, B 12 , D und E sind in einer Nahrung für Hündinnen in ausgewogenem und treffenden Verhältnis zu finden, genau so wie alle anderen Mineralien, Vitamine und Nährstoffe. Man gefährdet dadurch die Hündin nicht durch möglicherweise zu hohe Vitamin D Gaben, die ebenfalls einen verheerenden Einfluss auf die Gesundheit des Tieres nehmen. Die Futterhäufigkeiten, die vor der Trächtigkeit 1- 2 mal täglich betrugen, sollten in dieser Phase der Trächtigkeiten auf 3 mal täglich erhöht werden. Eine Fütterung zur freien Verfügung ist weniger ratsam und sollte in dem Fall nur unter strenger Gewichtskontrolle der Hündin erfolgen, eine zu starke Gewichtserhöhung bis hin zur Fettleibigkeit sollte unbedingt vermieden werden. Eine optimale Ernährung der trächtigen Hündin besteht nicht einfach nur aus einer großen Menge Fleisch. Diese Art der Ernährung wäre zu einseitig und kann Mangelsituationen in der Nährstoffversorgung hervorrufen. Oft neigen tragende Hündinnen zu einer verringerten Darmtätigkeit die zur Verstopfung führt. Ein Anteil an Ballaststoffen im Futter der Hündin und regelmäßige Bewegung könne diesem Problem vorbeugen und der Stoffwechsel bleibt aktiv. Eine Ballaststoffarme Fütterung oder die Gabe von Knochen werden das Problem eher verstärken.
Während der gesamten Zeit, aber ganz besonders während der Geburt benötigt die Hündin ausreichend frisches Wasser zu freien Verfügung. Häufig zeigt die Hündin nach den Anstrengungen der Geburt einen verringerten Appetit, der sich jedoch spätestens nach 1 2 Tagen wieder völlig einstellt. Anlass zur Sorge besteht allerdings nicht. Natürlich muss sie jetzt ihre verbrauchten Energien wieder auffüllen und der Stoffwechsel stellt sich auf die neue Situation ein. Jetzt aber muss sie auch die Welpen über die Muttermilch mit allen nötigen Nährstoffen versorgen. Der Energie- und Nährstoffbedarf der Mutter steigt jetzt rapide an. Genau so wie die Milchproduktion. Die Ernährung der Mutterhündin richtet sich jetzt nach dem Energiegehalt der Milch, der Zahl der Welpen und der Milchleistung. Während der Energiegehalt der Milch während der Säugeperiode fast konstant bleibt, erhöht sich jedoch täglich die benötigte Milchmenge bis zur ersten Beifütterung der Welpen. Der Energiebedarf der Hündin erhöht sich im Extremfall bis zum 4-fachen der normalen Energiemenge der Hündin ohne Nachwuchs. Gerade bei großen Würfen ist es unbedingt nötig, das ein Futter mit hoher Energie- und Nährstoffdichte gefüttert wird, damit die Hündin keinen überladenen Verdauungstrakt bewältigen muss. Die Energie wird am besten aus einem hohen Fettanteil abgedeckt. Ein Mangel an ausreichender Energie hätte für die Hündin und ihre Welpen schlimme Auswirkungen. Die Milchleistung würde nachlassen und die Hündin an Gewicht verlieren, sollte der Mangel weiter andauern, würden sich auch die Organe der Hündin verkleinern und die Knochen der Welpen würden durch die schlechte Versorgung einen Wachstumstop erfahren und die Knochen der Hündin würden zu viel Kalzium freisetzen, eine Osteoporose droht. Das Immunsystem wird geschwächt, Infektionen und der Tod der Welpen drohen. Die Mutter selbst könnte dauerhafte Schäden davon behalten.
Wichtig sind aber nicht nur Fette, sondern auch ausreichend Kohlenhydrate, die als Energieträger dienen und deren Ballaststoffe eine gesunde Verdauungstätigkeit gewährleisten.
Auch der Eiweißbedarf erfährt eine bis zu 3,5fache Steigerung. Die Menge des zusätzlichen Eiweißes richtet sich nach dessen Qualität und dem enthaltenen Aminosäuremuster, welches dem des Hundes nahe kommen sollte. Wegen der gestiegenen Stoffwechselananforderungen sollte auch die Versorgung mit Mineralien auf jeden Fall bedarfsdeckend erfolgen. Ein ausgewogenes Kalzium und Phorsphorverhältnis sorgt für die skeletäre Gesundheit von Hündin und Welpen.
Auch die B- Vitamine 1 und 6 haben einen sehr günstigen Einfluss auf das Wohlbefinden und sollten in ausreichender Menge geboten werden. Eine übersteigerte Unruhe und Aggressivität der Hündin gegenüber Fremden oder Besuchern kann so vermieden werden.
So gut wie die Versorgung der Hündin ist, so gut wird diese Versorgung über die Muttermilch die Welpen erreichen. Allerdings steigt der Bedarf an Mineralien und Vitaminen nicht im einheitlichen Maße, Kalzium und Phosphor werden so gesehen an die Welpen weitergereicht und der Bedarf ist ungleich höher gestiegen als der Bedarf an anderen Nährstoffen. Durch ein spezielles Zuchtfutter wie Bitch- Diet wird dem Züchter die Sorge um die Ausgewogenheit und bedarfsdeckende Fütterung genommen. Die Menge des Futters richtet sich nach der Größe und dem Alter des Wurfes, bei besonders großen Würfen sollte man der Hündin das Futter ggf. zur freien Verfügung bereitstellen. Sollte die Wurfstärke sich in einem normalen Rahmen bewegen, ist die zumindest 3-malige Fütterung der Hündin täglich eine gute Unterstützung für den Stoffwechsel.
Der Hündin sollte jederzeit reichlich frisches Wasser zur Verfügung stehen, der Wasserbedarf kann um das 4-fache erhöht sein.
Bei großen Würfen (mehr als 8 Welpen) ist es angezeigt die Welpen mit Welpenmilch zuzufüttern um die Hündin zu entlasten.
Ab der 3. Woche beginnen sich auch langsam die Kleinen für festere Nahrung zu interessieren. Hier kann ein besonders verträglicher Übergang durch die Fütterung von Welpenstarter und/oder Fleischmenü Puppy ermöglicht werden.
Doch bis es soweit ist, wird mit Bitch Diet die optimale Ernährung von Mutterhündin und Welpen gewährleistet.
Ab der 6./7.Woche ist es dann an der Zeit die Welpen vom Welpenstarter auf eine unserer Juniorfuttersorten umzustellen.
Wir selbst stellen unsere Hündin nach dem Belegen auf Bitch Diet um. In den ersten Wochen füttern wir den Welpen Welpenmilch zu und stellen sie ab Beginn der 3. Woche mit Welpenstarter und Puppy auf feste Nahrung um. Ab der 6. Woche bekommen unsere Welpen dann Youngster.