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BestesFutter sponsert Reiterin mit Handicap

Mein Name ist Hanne Brenner und ich bin seit vielen Jahren aktiv und auch erfolgreich im Dressurreiten für Menschen mit Handicap.
Im Februar 2006 habe ich mir eine damals 11-jährige Stute gekauft, die für mich nur bezahlbar war, weil sie Mitte 2005 einen sehr schweren Reheschub hatte.
Stuti (ihr richtiger schon mitgebrachter Name ist "Women of the World"...) ist sehr weit ausgebildet und hat zudem noch sehr schöne Bewegungen. Das Wichtigste für mich ist aber, dass sie ein unglaublich freundliches und liebenswertes Wesen hat.

Nun gut, ich sah sie Ende 2005 in einem norddeutschen Verkaufsstall und fand sie nett, aber nicht weiter interessant.
Dann kam ein Anruf von ihrer Besitzerin, die mich darauf aufmerksam machte, dass wir uns von "früher" von Turnieren kennen. Und wirklich, als sie mir das sagte, konnte ich mich an dieses Pferd sofort erinnern.
Ein Pferd mit unheimlich viel Ausdruck, Supergängen und vielleicht manchmal ein bisschen zuviel "go"...

Davon war so gut wie nichts geblieben. Nun erfuhr ich auch, warum.
Stuti war im Mai 2005 als "Scheidungspferd" für viel Geld nach Norwegen verkauft. Und dann bekam sie noch im Verkaufsstall einen heftigen Reheschub.
Der Verkauf kam so nicht zustande und Stuti musste erst einmal mit großen Schmerzen ihre Behandlung durchstehen.
Sie wurde dann nach Norddeutschland in einen anderen Verkaufsstall gebracht. Daher kam auch ihr trauriger Ausdruck, den ich sofort bemerkt habe. Sie hatte nicht nur ihre Heimat verloren, sondern durch die Rehe eine schlimme Zeit hinter sich gebracht. Kein Wunder, dass ich sie nicht erkannt hatte.

Nun, ich stimmte mich mit meiner Tierärztin ab, ließ sie durchchecken und kaufte sie Anfang 2006.
Allerdings hatte ich nur eine vage Vorstellung davon, was Hufrehe eigentlich ist, was die Auslöser sind und wie die weitere "Behandlung" aussehen muss.
So verwundert es auch nicht, dass ich ihr zu Beginn nochmal einen Schub "angefüttert" habe. Obwohl ich wirklich nicht viel Kraftfutter gegeben habe.
Dann kam der Anruf von Frau Gauerke von Bestes-Futter.de Eine Freundin von mir hatte den Kontakt hergestellt
und Frau Gauerke sagte mir, dass sie mich gern sponsern würden. Zusammen mit Nettex, einer englischen Firma, die Pflegeprodukte und Zusatzfuttermittel herstellt.

Dieses Angebot kam im Nachhinein betrachtet nicht nur wie gerufen, sondern wohl eher als ein Geschenk des Himmels.

Frau Gauerke hat sich intensivst mit der Hufrehe befasst und viele Erkenntnisse hieraus gewonnen, gerade auf die Fütterung des Pferdes bezogen. Sie ist immer auf dem neusten medizinischen Stand der Forschung und unterstützt seit Jahren aktiv das Forum: www.hufrehe.org/info
Nun erklärte ich ihr alles, was ich von Stuti wußte und ich kam in den Genuß, verschiedene Dinge ausprobieren zu können. Futter, Zusatzfuttermittel, Pflegemittel und mehr kamen zu verschiedenen Zeiten zum Einsatz. Egal, was für ein Problem ich mit meinen Pferden habe, Frau Gauerke überlegt sich was.

Das Wichtigste für mich ist aber, dass Stuti seit diesem Zeitpunkt rehefrei ist. Sie hat keinen Schub mehr gehabt, ihre Hufe haben sich normal entwickelt und sie hat keine Schmerzen mehr.

Inzwischen geht sie wieder im Sport und wir sind im Juli in England Vize-Weltmeister der Para-Equestrian, der Dressurreiter mit Behinderung geworden.
Im "normalen" Reitsport haben wir schon einen Sieg in einer M-Dressur vorzuweisen.

Unser größtes Problem ist nicht mehr der Huf, sondern das oben beschriebene "Go", was manchmal ein bisschen viel wird. Wenn Stuti aufdreht, habe ich wirklich Leben unter mir...
Aber auch das bekommen wir noch in den Griff. Da bin ich sicher. Schließlich muss auch ich mich ersteinmal an ihre Gehfreude gewöhnen.
Ansonsten sind wir, glaube ich, ein perfektes Duo. Dieses Pferd macht mir jeden Tag unheimlich viel Freude und sie schenkt mir mit ihrer Zuneigung und ihrem Vertrauen soviel, wie ich es noch nie erlebt habe.

Mir ist wichtig, dies alles einmal zu beschreiben, weil die Hufrehe dank der richtigen Fütterung vollkommen in den Hintergrund getreten ist.
Natürlich muss ich täglich bestimmte Dinge beachten, aber das ist so zur Selbstverständlichkeit geworden, dass ich mir hierüber noch nicht einmal mehr Gedanken mache.
Ich bin überzeugt davon, dass Hufrehe-Pferde mit dem richtigen Management völlig normal geritten
werden können und sie auch sonst keine Einschränkungen haben. Allein der Reiter muss umdenken, was die herkömmliche Fütterung betrifft und vielleicht auch die Haltung an sich.

Nach unserem Trip nach England zur Weltmeisterschaft (von Aachen aus noch 13 Stunden Fahrt mit dem LKW und Nutzung der Fähre) kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Stuti mich im nächsten Jahr nach Hongkong zu den Paralympics begleiten wird. In Hongkong finden aus quarantäne-technischen Gründen die Wettbewerbe im Reiten statt. Alle anderen Sportarten werden in Peking platziert sein.
Ich habe keine Bedenken, dass Stuti den Flug und auch die Klimaveränderung locker wegstecken wird. Sie war auch in der Woche in England bis zum Schluss eine der fittesten Pferde und insgesamt hochmotiviert.
Nun müssen wir uns Anfang 2008 nur noch für Hongkong qualifizieren... Und das wollen noch viele andere :-))
Bis dahin werden wir noch fleißig üben und uns vor allem täglich aufeinander freuen.

Hanne Brenner, im September 2007


Wir hoffen Hanne und Ihr Pferd Woman of the World bei den Paraolympics 2008 in Peking zu sehen


 



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